Designer des Monats September


Die Ausstellungsreihe bei HEIMATDESIGN geht in den September. MAZINE, das größte Streetwear Label aus dem Ruhrgebiet stellt seine “Artists´ Signatees” vor und CLEMENS BEHR, Kommunikationsdesign Student der Fachhochschule Dortmund installiert eine aufwändige Arbeit in den Räumen von Heimatdesign.
Die Ausstellung wird von der WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG DORTMUND unterstützt.

INFOS VON CLEMENS BEHR ÜBER CLEMENS BEHR:

Hallo!

Auszug aus einem Briefwechsel mit meiner Oma:

Ich könnte ja erstmal was zu den Materialien erzählen, warum ich oft
Pappe, Müllsäcke und Klebeband benutze. Weshalb ich Schwarz/Weiss mag,
oder Beige und Braun. Über‘s Sprayen müsste ich was erzählen. Aber na
ja…
Wichtig ist mir, dass eine Arbeit sehr spontan entsteht. Wenn überhaupt
leg‘ ich das Material und die Farben fest. Das Ergebnis wächst dann auch
dementsprechend frei heran.

Auf keinen Fall darf ich wohl erzählen, dass die Installationen immer
extrem instabil sind, aber das könnte ich notfalls auch durch meine
Arbeitsweise erklären oder eventuell mit Lifestyle oder so…

Ach ja, Müllsäcke und Pappkartons sind meist billig, schön, bieten viel
Fläche, sind immer erreichbar, schnell zu verarbeiten, funktionieren ohne
Strom und sind eigentlich für etwas anderes vorgesehen. Daher entwickeln
sie für mich wohl Reiz, Ästhetik und auch Bedeutung durch Assoziation.

Hmm, dann könnte ich ja was erzählen über Gesellschaft und Vergänglichkeit
oder Technik und Globalisierung oder sowas, aber das finde ich blöd.

Ach, ich könnt‘ was erzählen über das Bild mit der Frau und der Treppe,
oder Bowie oder Underworld. Oder den Franzosen mit den Videos oder den
depressiven Mann mit der Rückwärts-Gitarre. Oder Rückwärtsgeräusche
überhaupt, wenn ich schon dabei bin.

Hmmm, na ja. Lieber dann wohl doch etwas über mich und meine Sachen.

Ich arbeite eigentlich lieber abseits vom Computer. Wobei dieser
unumgänglich ist, manchmal aber auch ganz gemütlich sein kann. Dadurch
verliert er aber auch wieder stark an Reiz. Oder nicht? Installationen,
Kollagen und Zeichnungen erscheinen mir spannender. Die haben auch was von
Lego bauen: »Heute ist ein schöner Tag, ich baue mal ein flottes
Raumschiff, oder so«. Wenn das dann so wird, wie ich es mir vorgestellt
hab‘, bin ich happy und kann gut schlafen.

Ach ja, nebenbei bemerken müsste ich bestimmt, dass ich 1985 in Koblenz
geboren wurde und vor knapp 2 Jahren zum Studieren nach Dortmund gezogen
bin (ich weiß nicht, wie das Studium gerade genau heißt, aber ich schreib‘
am besten Grafik dann).

Das war‘s, glaub‘ ich, erstmal. Ich sollte jedoch noch die Wörter:
Billig-Effekt, Alltag, Zufall, Heroin, Schnakkeln, Lauf der Dinge,
Umfunktionieren, Bornstraße, Zittern, Graffiti, Dirty Epic, vor und zurück
und Hubba Bubba mit einbringen. Und auch meine Mutter erwähnen. Danke.

Tschüss…

INFOS ZU MAZINE:

Mazine -  ein Dialog mit der Straße

Mazine ist eine Streetwearmarke tief verwurzelt und gegründet im Herzen des Ruhrgebiets, in Mülheim an der Ruhr. Die Gründungsgeschichte des Labels ist genau so unkonventionell wie die Philosophie, die noch heute hinter der Marke steht ?Who R You”.
Geprägt durch einen immerwährenden straighten Dialog mit der Straße ist mazine zu einem unverwechselbaren Label gewachsen. Eine Streetwearmarke mit einer glaubwürdigen Aussage, die sich neben den Kollektionen auch in ihren Trägern widerspiegelt.
Mazine orientiert sich im Design der Kollektionen authentisch an den Bedürfnissen urbaner Zeitbilder. In enger Zusammenarbeit mit dem Design Duo JOUMI aus Oberhausen, das Mazine seit 2005 im Marketing und der Brand-Entwicklung betreut entstand das Projekt ?Artists´ Signatees”. Internationale Illustratoren, Grafik-Designer und Künstler nutzen mazine Styles als Gestaltungsraum für Ihre Arbeiten. Diese Desings erscheinen in Sonderauflagen mit direktem Verweis auf den beteiligten Künstler in Form von ausführlichen Hangtags und Stickersets direkt am Shirt. Einige dieser Artists möchten wir im folgenden Teil vorstellen:

Dave Savage (Californien):
Age: Old enough to know better, but young enough not to careLocation: The Savage Monsters Secret Lair is located somewhere in the greater Cleveland, Ohio area. USA. Dave Savage has been drawing, doodling and making stuff his entire life. Mostly spur of the moment doodles, odd constructions made from office supplies and dumpster finds. In more recent years, he’s been honing his illustration and animation skills…and is slowly getting better.2001 saw the launch of SavageMonsters.com as a fun showcase of Dave’s illustration and animation skills. DaveSavage.net was created in 2006 to feature his commercial work.When not working at his fulltime gig at a greeting card company, he can usually be found lurking in the Savage Monsters Secret Lair, making art, watching cartoons or monster movies, avoiding house work, listening to punk rock, surfing the internet, taking a nap, avoiding house work, reading comic books, sending out for pizza, working on his paper mache 2-headed baby, or writing about himself in third person.
www.savagemonsters.com

Doma (Buenos Aires):
Since 1998 the Argentinian DOMA Collective is an important part of the Buenos Aires Street-Art scene, doing urban installations, stencils, street-projections and absurd campaigns. After studying Illustration, Film and Graphic Design its members spend most of their time creating art projects working with different media and formats.
Since the beginning they have been creating conceptual universes, different worlds and characters that evolve more and more with the group’s specialization in Animation, Motion Graphics, Filming, VJing, ToyDesign and Installation Art.
www.doma.tv

Motomichi Nakamura (New York):
Motomichi Nakamura was born in Tokyo, Japan and graduated from Parsons School of Design. He currently lives and works in NYC. Minimum use of color (black, white and red) as well as a focus on the creation of characters and creatures using simple graphic elements characterizes Motomichi’s work visually across digital and traditional media.
The subjects in his work are part human and part monsters. They can appear at once childlike and sexually deviated. Motomichi’s need to express the conflictive nature of human behavior in his work is also translated visually with the use of strong contrasting colors in both his digital work and in his paintings.
His digital animation work has been exhibited at the New Museum of Contemporary Art in NYC and has appeared in the Sundance and the Onedotzero film festivals. He has performed his live video/animation mix at the Museum of Modern Art in NYC and at other recognized venues in the U.S. and Europe. Recent collaboration work includes music videos with Swedish band The Knife.
www.motomichi.com

Al Murphy (London/New York):
?Ok… some words…  Well… I guess…  I’ve been illustrating since I left Liverpool Art School in ’99. I started out collaborating with Beat13 ( http://www.beat13.co.uk ) exhibiting in London, LA and Berlin (at the Filesharing Gallery, now Supalife – that’s when I fell in love with Berlin) in 2000. Then we (Beat13) got the chance to share studios with Jamie Hewlett’s company ‘Zombie’ while they produced artwork for The Gorillaz. I sat in the corner watching and learning… Then in 2006 I moved to Berlin after signing with the Pocko agency and started working for Vodafone, Paramount, MTV and other big names that help pay the rent. I’m now back in London but moving to New York in September for a while before deciding what’s next. I like making music too (In diesem Falle sehr bescheiden ausgedrückt. Kürzlich veröffentlichtes Album Beware the Moon unter dem Bandnamen Blacklands/www.here-be-blacklands.co.uk). Neil Young rules. An American Werewolf In London remains the best film ever made.
www.al-murphy.com
WWW.MAZINE.COM