SENSE OF WONDER

Ein Ausstellungslabor von »BOHÈME PRÉCAIRE – 2. Festival für junge Gegenwartskunst« anlässlich der Gesamteröffnung des Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität und des Abschlussfests der RUHR.2010.

11. bis 19. Dezember
Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität
Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
Etage U2 Nord

Vernissage: Samstag, 11. Dezember 2010, 17 Uhr (Dortmunder U)
Party: 22 Uhr (Sissikingkong – Bar & Club)
Eintritt frei!

I

Anlässlich der Gesamteröffnung des Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität und des Finales der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 interveniert das Festival für junge Gegenwartskunst BOHÈME PRÉCAIRE zum zweiten Mal in Dortmund und schlägt für die Räume des zukünftigen Zentrums für Kulturelle Bildung im Dortmunder U eine temporäre, künstlerische Zwischennutzung vor. Im Herzen des U-Turms – auf der zweiten Etage – werden junge Positionen aus den Bereichen Installation, Fotografie und Video gezeigt. Vom 11. bis zum 19. Dezember gehen die beteiligten KünstlerInnen in einem Ausstellungslabor unter dem Motto sense of wonder Fragen der Transparenz nach.

Die Vernissage findet am 11. Dezember ab 17 Uhr im Dortmunder U statt. Alle beteiligten KünstlerInnen werden anwesend sein. Ab 22 Uhr geht es im Sissikingkong – Bar & Club mit einer Party und DJ-Sets von Malo & Fabian Saavedra-Lara (Poème Électronique / Subway, Köln) weiter.

II

sense of wonder, ursprünglich ein Begriff aus der Poetik von Science Fiction-Literatur, meint das Erstaunen, die Irritation angesichts vollkommen neuer, den Realitätsbegriff des Betrachters sprengender Information. Das Ausstellungslabor Bohème Précaire untersucht das dabei entstehende Phänomen der Transparenz in verschiedenen Kontexten, das auftritt, wenn die Grenzen der Wirklichkeit durchlässig werden.

III

Näher betrachtet werden sollen Transparenzen in drei Bereichen: 1.) auf einer künstlerischen Ebene, die z.B. Fragen nach den Nahtstellen und Übergängen von narrativen Strategien (der Erzählung) und physischer Realität in einem ästhetischen Raum aufwirft, oder auf welcher die optische Wirkung von installativen Arbeiten (virtuellen Objekten), die spielerisch mit den Perspektiven innerhalb des Ausstellungsraums umgehen, untersucht werden soll; 2.) auf einer Ebene der kulturellen Praxis, die sich damit beschäftigt, wie durchlässig ein Zentrum für Kunst und Kreativität für Impulse “von Außen” sein kann und sollte; 3.) auf einer gesellschaftskritischen Ebene, die veranschaulicht, was die vollständige Auflösung der Grenzen von Arbeit und Privatleben, das Fehlen jeglicher Gewissheiten sowie der permanente Drang zur Selbstoptimierung und -Ausbeutung für jeden einzelnen Kulturarbeiter im Kreativprekariat bedeuten.

IV

Partner der Ausstellung sind: HEIMATDESIGN (Dortmund), der Kunstraum LOGE (Essen), das Kölner Kunstfestival HUG ME, HEIMLICH, die Reihe STADT OHNE GELD und das SCHAUSPIELHAUS DORTMUND. Sie übernehmen an ausgewählten Abenden im Ausstellungszeitraum die Programmgestaltung mit eigens ausgesuchten Beiträgen.

Weitere Informationen auf: www.bohemeprecaire.com